Trampeli-Orgel Landwüst  

  1822, Friedrich Wilhelm Trampeli (1790-1832)

(Manual, Pedal, 10 Register)

 

Die Orgelbauerfamilie Trampeli in Adorf/V.

 

Johann Paul Trampel (1708-1764)

1734 Übernahme der Werkstatt des Adorfer

Orgelbauer und Organisten

Adam Heinrich Gruber (1671-1734)

1752 Rep. und Umbau der Wohlbacher Orgel (I, 6)

 

 

Johann Gottlob Trampeli                             Christian Wilhelm Trampeli

            (1742-1812)                                                       (1748-1803)

Als Gebrüder Trampeli bauten sie u.a. folgende, heute noch spielbare
Instrumente:

1788 Oberlosa (II, 23)

1792 Unterwürschnitz (I, 11)

1800 Rothenkirchen (II, 25)

1804 Straßberg (II, 18)

1806 Markersbach/Erzgeb. (I, 15)

 

Friedrich Wilhelm Trampeli

 (1790-1832)

 1822 Landwüst (I, 10)

 

Disposition

 

Manual C-d'''                        Pedal C-c'

Quintatoen 8'                           Subbaß 16'

Bordun 8'                                Oktavbaß 8'

Prinzipal 4'                               Pedalkoppel

Flut Traversiere 4'

Oktave 2'                                Stimmton:

Quinte 1 1/3'                           1 Ganzton

Flageolet 1'                              über Normal-a

Mixtur 3-fach

-Tremulant-

 

1993 Restaurierung durch die Orgelbauwerkstatt Georg Wünning, 09432 Großolbersdorf

 

Ihren Ruhm verdanken die Orgelbauer Trampeli nicht zuletzt ihrer Bauweise in der Nachfolge Gottfried Silbermanns (1683-1753). Ohne Schüler von Silbermann gewesen zu sein, übernahmen sie dessen Grundsätze in der Gestaltung ihrer Orgeln. Dies wird in den Dispositionen, der Intonation, dem techn. Aufbau und der Gehäusegestaltung deutlich.

Mit dem Tod von Friedrich Wilhelm Trampeli 1832 erlosch die berühmte Werkstatt. Seit dem Adorfer Stadtbrand von 1904 sind die Werkstattgebäude nicht mehr nachweisbar.

Bild und Text  Christfried Eger